KREISLIGA
Spielberichte Saison 16/17

 

 

PREUSSEN - TSV GROHNDE 1:1 (0:1)

 

Eigentlich gibt’s das alles nicht: Chancen im Minutentakt,  0:1 zurückgelegen und mit dem allerletzten Spielzug doch noch der Ausgleich! Die Preussen haben am Sonntag gezeigt, wie so etwas geht. Und das obendrein gegen einen TSV Grohnde, der mit der zweitschlechtesten Abwehr (74 Gegentreffer) und der zweitschwächsten Offensive (24 Tore) der Kreisklasse entgegentaumelt!
Das war von A bis Z ein verlorener Tag für die 07er. Denn ohne den gelb gesperrten Sebastian Latowskli, ohne Fabio Mercia, Pascal Lüdtke und ohne die Starostin-Brüder und nur mit einem angeschlagenen Abdu Akkuc und vier 2.Herren-Akteuren auf der Bank musste die Mannschaft total umgebaut werden. Doch eigentlich war sie personell immer noch stark genug, um drei Punkte gegen Grohnde zu gewinnen. Umso mehr, da ein jeder eigentlich auf den Platz lief und genau wusste, dass man sich im Titelrennen keinen Ausrutscher leisten durfte. Eigentlich. Denn von dem Feuer, das das immer näher kommende Ziel Titel und Aufstieg entfacht, war kaum etwas zu sehen. Möglich, dass es an der erdrückenden Überlegenheit lag. Denn die Blauen aus dem Weserdorf standen diszipliniert, zweikampfstark und gut gestaffelt vor ihrem Tor und waren nur darauf aus, Treffer zu verhindern, während die Preussen gefühlte 90 Prozent Ballbesitz hatten. Doch das Spiel des Tabellenführers wirkte ideenlos, selten wirklich zwingend und obendrein glücklos. Und dann der Schock: Wie ein Blitz aus heiterem Himmel bringt Spielertrainer Christopher Thomas den TSV Grohnde in der 32.Minute 1:0 in Führung. Und diese mehr als glückliche und den Spielverlauf völlig auf den Kopf stellende Führung sollte bis in die Nachspielzeit halten, ehe dann Kapitän Sönke Wyrwoll doch noch den nicht mehr erwarteten Ausgleich erzielte.
Sechs Aluminiumtreffer, zig Bälle, die das Tor nur um Zentimeter verfehlten und etliche Szenen, in denen immer wieder doch noch das Bein eines Abwehrspielers oder der grandios halten „Not“-Torwart Marcel Zimmermann (er ist eigentlich Feldspieler) den überfälligen Preussen-Treffer verhinderte: Zu Pech kam auch Unvermögen oder einfach die Tatsache, das dies kein Preussentag war.
Dabei hätte es so ein schöner werden können, da zugleich Afferde als auch Wallensen ebenfalls nur unentschieden spielten: Da wäre ein Dreier schon die halbe Miete für zumindest Platz 2 gewesen….

 

 

 

PREUSSEN - HSC BW TÜNDERN II 3:1 (2:0)

 

Von Derbystimmung kaum eine Spur, und der Beifall am Ende von fast spannungslosen 90 Minuten war eher zurückhaltend: Der FC Preussen besiegte zwar die Reserve des HSC BW Tündern hochverdient mit 3:1 (2:0), doch in die Freude über den Erfolg mischte sich auch die Enttäuschung darüber, dass der Spitzenreiter eine große Möglichkeit ausließ, sein Torverhältnis entscheidend zu verbessern.
Nach dem 9:0 von Eintracht Afferde über die Pyrmonter Reserve waren die Preussen eigentlich nicht nur zum Siegen verdammt, sondern auch zum Toreschießen. Und diese Aufgabe begann zumindest sehr vielversprechend: Bereits in der elften Minute brachte Sebastian Latte Latowski 07 mit seinem 18. Saisontreffer in Führung, und Jan-Philipp Schneider erhöhte nur 60 Sekunden später auf 2:0. Doch im Gefühl des sicheren Sieges gegen personell arg gebeutelte Schwalben, die sogar einen Feldspieler (Michael Bloss) zum Torhüter umfunktionieren mussten, vergaßen die 07er plötzlich eine der wichtigen Vorgaben: Sie bestimmten das Spiel, ließen Ball und Gegner laufen, doch das Toreschießen schien plötzlich zur Nebensache geworden zu sein – kurzum mehr Sommerfußball bei ungemütlichem Aprilwetter, mehr Pflicht als Kür und damit ein Spiel mit nur wenigen Höhepunkten, in dem die einen nicht konnten und die anderen so recht nicht wollten. In Hälfte Zwei stand dann Abdu Akkuc gleich zweimal im Mittelpunkt: erst als umjubelter Torschutze zum 3:1 (51.Minute) und dann durch sein Handspiel im 07-Strafraum. Dafür gab es für ihn glatt Rot (88.), und Strafstoß für die Schwalben. Den wehrte Fredy Quindt mit einer tollen Parade ab, dafür aber war er zwei Minuten später beim Schuss von Hannes Wienkoop (90.) machtlos.

 

 

 

PREUSSEN - BW SALZHEMMENDORF 5:1 (1:0)

 

Es begann mit Fußball zum Abgewöhnen, aber dann zeigte der Aufsteiger doch noch zumindest streckenweise sein wahres Gesicht: Dank einer enormen Leistungssteigerung in der zweiten Halbzeit besiegte der FC Preussen die Blau-Weißen aus Salzhemmendorf mit 5:1 (1:0) und eroberte die Tabellenführung von Eintracht Afferde zurück, da das Spiel der Eintracht beim HSC BW Tündern (aus welchem Grund auch immer) abgesagt wurde.
Fast 40 Minuten sahen die Zuschauer im Weserberglandstadion ein ganz schwaches Spiel beider Mannschaften, das mehr und mehr zu einem Osterfest der Fehlpässe entwickelte. Auf beiden Seiten kam kaum einmal ein Paß an, der Spielfluss fehlte völlig, vom Feuer, das alle nach dem Hinspielerfolg der Ostkreisler erwartet hatten, war nichts zu erkennen, und zum Hauptakteur wurde Bruder Zufall. Am Ende aber entsprach selbst das 5:1 dem Spielverlauf. Weil Preussen die Pause ganz im Gegensatz zu ihren Gästen genutzt hatten, um zum Fußballspielen zurück zu finden. Ihre 1:0-Führung durch Flamur Dragusha (39. Minute) fiel recht überraschend und entsprechend glücklich war die Führung. Doch nach dem Wechsel steigerten sich die Preussen gewaltig und ließen schnell ihre in der ersten Halbzeit gemachten Fehler vergessen. Plötzlich stimmten die Laufwege, plötzlich waren Einsatzwille und Zweikampfstärke da, und plötzlich kamen auch die Pässe an. Dem hatten die Blau-Weißen nichts entgegen zu setzen, und sie schienen sich zudem früh ihrem Schicksal zu ergeben. Die Preussen bedankten sich mit sehenswert herausgespielten Treffern: 2:0  durch einen von Sönke Wyrwoll nach Foul an Latte Latowski berechtigten Strafstoß (47.), 3:0 nach einem  wunderschönen Knaller von Daniel Schütten (55.), 4:0 durch Latowski nach guter Kombination mit dem starken Maxi Magerkurth (61.) und das 5:1 in der 88.Minute erneut durch Latowski (17. Saisontreffer!). Dazwischen konnte Simon Eickhoff mit einem sehenswerten unhaltbaren Freistoß zum 1:4 (78.) verkürzen.

 

 

 

 FC PREUSSEN - TSG EMMERTHAL 2:2 (0:1)

 

Preussen ist den Platz an der Sonne wieder los: Nach einem enttäuschenden 2:2 (0:1) gegen die TSG Emmerthal musste der FC Herbstmeister Eintracht Afferde die Tabellenführung überlassen. Die Harland-Elf gewann beim VfB Eimbeckhausen 8:0 und hat gegenüber 07 das nun um sieben Treffer bessere Torverhältnis. Noch überraschender als das Remis der Preussen kam die 0:5-Heimpleite des WTW Wallensen gegen den MTV Lauenstein. Der Ostkreisclub liegt nun bei einem Spiel weniger fünf Punkte zurück.
Auweia! Dieses Remis fühlt sich für Preussen wie ein Keulenschlag an. Denn bei allem Respekt vor dem Gegner, bei allem Wissen, dass in dieser Kreisliga kein Spiel im Schongang gewonnen werden  kann: Mit einem Punktverlust gegen die in dieser Saison  insgesamt enttäuschende TSG Emmerthal konnte und wollte im Preussen-Lager niemand rechnen. Dass am Ende nach Sebastian Latowskis Doppelpack das 2:1 nicht über die Zeit gerettet wurde und das 2:2 durch Capobianco in der Nachspielzeit hingenommen werden musste, kann möglicherweise zudem schwerwiegende Folgen haben.
Endlich wieder im Stadion. Doch auf dem geliebten Terrain taten sich die Preussen einmal mehr schwer. Manuel Capabianco brachte die TSG Emmerthal überraschend in Führung (27. Minute), und dem Tabellenführer gelang kaum etwas. Zu allem Übel dann noch die 44. Minute: Niels Remmert sieht die Rote Karte. Spätestens da war allen klar: Dieses Spiel jetzt noch zu drehen, wird sehr, sehr schwer. Aber es gelang. Dank des für den FC immer wertvoller werdenden Latte Latowski.  Der Goalgetter machte mit seinen Saisontreffern 14 und 15 aus dem 0:1 erst das 1:1 (69.) und dann in der 89. Minute das 2:1! Noch einmal davon gekommen, noch einmal den Punktverlust vermieden, dachten alle. Doch dann die zweite Minute der Nachspielzeit und wieder Capobianco ….

 

 

 

 MTV LAUENSTEIN - FC PREUSSEN 0:1 (0:1)

 

Der FC Preussen Hameln 07 ist Spitzenreiter der Kreisliga. Durch einen hart umkämpften 1:0-Erfolg beim MTV Lauenstein verdrängte er die spielfreie Eintracht aus Afferde auf Platz 2. Umjubelter Schütze des goldenen Treffers: Latte Latowski.
Es wurde die erwartet schwierige Mission, drei Punkte aus dem Ith-Dorf mit nach Hameln zu nehmen: Überaus engagiert und enorm zweikampf- und laufstark verlangten die Lauensteiner  der neuen Nr.1 der Kreisliga alles ab. Vor allem in der ersten Halbzeit liessen sie sich vom frühen Rückstand (12. Minute) und zwei Aluminiumtreffern nicht schocken und suchten verbissen, am Ende aber glücklos ihre Chance zum Ausgleich. Gut, dass die heute von Toni Kierakowitz für den erkrankten Marcel Poehler und den verhinderten Ansgar Stelzer gecoachten Preussen früh erkannten, dass auf dem schwer bespielbaren Platz nur etwas zu holen war, wenn sie zu 100 Prozent dagegen hielten. Und das taten sie: Einstellung, Einsatz, Wille und Zweikampfstärke stimmten. Vor allem aber lieferte die Defensivabteilung um die starken Pascal Lüdtke und Daniel Schütten vor dem einmal mehr glänzend aufgelegten Fredy Quindt eine solide Leistung ab. Nach dem Wechsel dominierten die 07er mehr als zuvor das Spiel, aber Pech beim Abschluss und ein guter MTV-Keeper Lukas Piewe verhinderten das erlösende 2:0. So musste bis zum Abpfiff gekämpft und gezittert werden ….

 

 

 

 FC PREUSSEN - VFB HEMERINGEN 4:0 (2:0)

 

Hürde Hemeringen souverän genommen: Der FC Preussen festigte mit einem nie gefährdeten 4:0 gegen den VfB nicht nur Platz 2 , sondern rückte Spitzenreiter Afferde noch dichter auf die Pelle. Denn die Eintracht verlor nach dem 0:1 gegen Preussen nun auch 1:3 in Wallensen und führt die Kreisliga-Tabelle mit nur noch einem Pünktchen Vorsprung an.
Gegen den VfB Hemeringen wurde es anfangs die erwartet zähe Partie. Der Tabellenelfte stand kompakt, ließ den 07ern, bei denen der letzte Schub Entschlossenheit fehlte, zunächst wenig Raum, und so plätscherte die Partie mehr oder weniger ohne packende Torraumszenen dahin. Bis zur 37. Minute: Ein Angriff der Hemeringer,  Waldemar Starostin kann als „letzter Mann“ das mögliche 0:1 nur durch ein Foul verhindern und sieht folgerichtig Rot. Doch der Platzverweis hilft nicht den Gästen, er weckt die Preussen richtig auf und fortan sehen die gut 150 Zuschauer eine ganz andere Mannschaft des FC, ein ganz anderes Spiel  und sogar die überraschende Entscheidung vor dem Pausentee: Jacek Jerszynski bringt die 07er mit einem Doppelpack (40./45.Minute) 2:0 in Führung. War die zu diesem Zeitpunkt noch ein wenig schmeichelhaft, so wurde sie von Minute zu Minute nach dem Wechsel verdienter. Denn in Abschnitt zwei waren die Preussen hoch überlegen, inszenierten einen gefährlichen und sehenswerten Angriff nach dem anderen und  kamen zu zwei weiteren Toren, und diesmal trug sich der damit nun erfolgreichste Goalgetter des Tabellenzweiten in die Torschützenliste ein: Latte Latowski mit seinen Treffern 11 und 12.

 

 

 

 EINTRACHT  AFFERDE - FC PREUSSEN HAMELN 07 0:1 (0:0)

 

Tor

Das goldene Tor: Latte Latowski (links) dreht jubelnd nach seinem 1:0 ab.                                   hek

 

 

Auftakt nach Maß für Preussen Hameln: Im Top-Spiel gelang dem Aufsteiger bei Tabellenführer Eintracht Afferde ein 1:0 (0:0)-Erfolg. Damit brachten die 07er dem Spitzenreiter nicht nur die erste Saisonniederlage bei, sie verkürzten den Abstand auf jetzt nur noch vier Punkte.
Spitzenspiel? Eine der Partie des Tabellenersten gegen den Zweiten würdige Kulisse von immerhin gut 250 Zuschauern zwar, dafür aber lange eine Begegnung ohne Rasse und Klasse. Mit den besseren Chancen für den Favoriten, doch der alle überragende Freddy Quindt im Preussen-Gehäuse hielt seinen FC durch tolle Reaktionen im Spiel. Zur Pause hätte sich die Elf von Ansgar Stelzer und Marcel Poehler nicht über einen Rückstand beschweren können, zu unentschlossen wirkte ihr Spiel nach vorn, zu ungenau und ohne echten Tordrang. Auch die Eintracht ließ viele Wünsche offen. Weil die Preussen ihr kaum Spielraum ließen und überaus aggressiv und zweikampfstark agierten.
Bloß nicht verlieren – das schien das Motto auch zu Anfang der zweiten Hälfte, und alles deutete auf ein 0:0 hin. Für Afferde wäre das sicherlich wertvoller als für Preussen gewesen. So schien sich auch der Gastgeber mit dem einen Punkt früher und besser zufrieden zu geben, oder aber er hatte konditionelle Probleme. Denn das Schlussdrittel gehörte klar dem Tabellenzweiten, der nun weit mehr Spielanteile hatte und weit mehr Druck als zuvor nach vorn entwickelte. Der Lohn kam, als keiner mehr daran glaubte und alle schon ein 0:0 fest im Gepäck hatten: In der zweiten Minute der Nachspielzeit nach einem Freistoß Gewühl im Afferder-Strafraum, Maxi Magerkurths Kopfball kann Eintracht-Keeper Friedrich nur abklatschen, und Latte Latowski drückt die Kugel irgendwie zum 1:0 über die Linie!  Wenn sich einer dieses Tor verdient hatte, dann Latte: Der Stürmführer rackerte über 90 Minuten, gab keinen Ball verloren, wurde mehrfach hart attackiert, gab nie auf und wurde wie Freddy Quindt als Matchwinner gefeiert-

 

 

 

 

 

TSV GROHNDE - FC PREUSSEN 1:5 (1:1)
Mit dem 5:1 (1:1) beim TSV Grohnde ist der Aufsteiger weiterhin der erste Verfolger von Spitzenreiter Eintracht Afferde (2:1 gegen Latferde). Aus den vergangenen fünf Spielen holten die 07er damit die Maximalausbeute von 15 Punkten und das mit 22:3 Toren
Der fünfte Dreier in Folge allerdings musste hart erkämpft werden: Der TSV hatte zwar auf dem kleinen Platz weit weniger Spielanteile, verteidigte aber geschickt und höchst engagiert. Bis zur Pause ärgerte der Tabellenvorletzte den Favoriten ganz gehörig und glich gar mit der ersten und einzigen Chance das 0:1 (Jacek Jerczynski,32.Minute) durch Christopher Thomas (37.) zum 1:1-Halbzeitstand aus. Dass dennoch am Ende ein klarer Erfolg für die Preussen heraussprang, hatte drei Gründe: Erstens steigerten sich die 07er ganz gewaltig, zweitens musste der Grohnde Frank Scheel in der 52. Minute nach grobem Foulspiel und glatt Rot frühzeitig den Platz verlassen, und drittens avancierte Imam Al Bardawil zum überragenden Akteur auf dem Platz: Sein 2:1 in der 60. Minute riss das Abwehrbollwerk der Gastgeber endgültig aus den Fugen, mit dem 3:1 (65.) sorgte er für die Vorentscheidung, und dem 4:1 von Sebastian Latowski (87.) liess er gar mit dem Schlusspfiff das 5:1 folgen.

HSC BW TÜNDERN II - FC PREUSSEN 1:3 (0:1)
Überzeugender Derbysieg: Preussen festigen Platz 2Doppelte Freude beim FC Preussen: 3:1 gewonnen und das zudem im Nachbarschaftsderby! Mit dem Sieg bei der Reserve des HSC BW Tündern festigte der Aufsteiger Platz 2 hinter der bei der Spvg. Bad Pyrmont II mit 3:2 triumphierenden Eintracht aus Afferde.
So kann es weitergehen. 7:1 gegen Lauenstein, 6:0 in Emmerthal und nun 3:1 in Tündern! Der FC Preussen untermauerte auch auf der Kampfbahn vor gut 120 Zuschauern seinen Anspruch auf einen Spitzenplatz in der Kreisliga. Vor allem in der zweiten Halbzeit zeigten die Sönke Wyrwoll, Imam Al Bardawil, Fabio Mercia und Co eine spielerische Top-Leistung. Auch die nach dem Ausfall von Flamur Dragusha (Urlaub) und Daniel Schütten (angeschlagen) umgestellte Elf präsentierte sich wie aus einem Guss und dominierte das Derby weit klarer als erwartet. Was am Anfang der Saison an Team-Spirit und mannschaftlicher Geschlossenheit noch fehlte, ist inzwischen da und war auf der Kampfbahn vom Anpfiff weg zu sehen: da läuft und kämpft ein jeder für den anderen, die Offensivkräfte arbeiten gut nach hinten, und das frühe Pressing ließ die Blau-Weißen erst gar nicht ins Spiel kommen. So hätte das Spiel auch weit klarer für die Preussen ausgehen können. Doch Pech (dreimal Aluminium) und ein mehrfach glänzend reagierender Sebastian Kelle im Tor des HSC BW standen dem im Wege.
In Gefahr gerieten die drei Punkte für den Aufsteiger aber nie. Fabio Mercia brachte den FC in der 9.Minute in Führung. Nach einem Pfostenknaller von Sebastian Lakowski musste er das Leder nur noch über die Linie drücken, und wenn Marcel Poehler und Ansgar Stelzer an der Leistung ihrer Schützlinge an diesem Nachmittag etwas auszusetzen hatten, dann an der Art und Weise, wie die 07er die erste Halbzeit fortsetzten: Sie verwalteten die Führung nur und machten viel zu wenig aus ihren gefühlten 80 Prozent Ballbesitz. Das änderte sich total nach dem Wechsel, als der Power-Fußball mit dem schnellen Kombinationsspiel zurückkam. Das bescherte den Preussen-Fans viel Freude und am Ende einen hoch verdienten Sieg mit dem 2:0 in der 60. und dem 3:0 per Strafstoß in der 73. Minute durch Kapitän Sönke Wyrwoll und dem 1:3 (Sevinc) fünf Minuten vor dem Ende. Zwischendurch gab es noch einen Pfostentreffer von Thomas Starostin (83.) und das Duell Imam Al Bardawil und Kay Uwe Wehrhahn gegen Sebastian Kelle mit dem Tünderschen Keeper als Gewinner.

TSG EMMERTHAL - FC PREUSSEN 0:6 (0:3)
6:0 in Emmerthal, wer hätte das gedacht! Der Aufsteiger ließ den Grün-Weißen vom Anpfiff weg keine Chancen und kletterte nach dieser durchaus imponierenden Vorstellung auf den 2. Tabellenplatz.
Nach dem 3:1 der TSG am Donnerstag in Tündern war ein Spiel auf Augenhöhe erwartet worden. Doch das wurde es nie, und schon mit der ersten Offensivaktion stellten die Preussen die Weichen auf Sieg: Freistoß, Kopfball von Flamur Dragusha und bereits in der 1. Minute das 1:0. Die Gastgeber verdauten den Schock zwar gut, drückten auf den Ausgleich, konnten aber ihre Chancen nicht nutzen. Weil einmal mehr Marcin Karpiczak glänzend aufgelegt war und toll reagierte. Die 07er reagierten auf das kurze Angriffsfeuer der TSG im Stil einer Spitzenmannschaft: Latte Latowski erhöhte auf 2:0 (25.), und Imam Al Bardawil zauberte einen Freistoß perfekt ins Emmerthaler Gehäuse (41.). Auch nach dem Wechsel gab es am Kräfteverhältnis nichts zu rütteln. Latowski (70.) sowie Jacek Jerszynski (73.) und Flamur Dragusha (90.) mit zwei verwandelten Strafstößen machten das Schützenfest perfekt. Der Sieg war auch in dieser Höhe verdient, und die Art und Weise, wie er erspielt wurde, konnte begeistern: Viele gelungene Kombinationen, ein schnelles Umschaltspiel und auch – von anfänglichen Abstimmungsproblemen am Anfang abgesehen - eine solide Defensivleistung zeigten: Langsam aber sicher wächst diese neu formierte Preussen-Mannschaft zusammen. Angekommen ist der Aufsteiger in der Kreisliga allemal.

PREUSSEN - MTV LAUENSTEIN 7:1 (2:0)
!Preussen-Power pur auf dem Kunstrasenplatz: 07 schickte am Donnerstag den hoch eingeschätzten MTV Lauenstein mit einer deftigen Packung nach Hause. 7:1 (2:0) gewannen die Schützlinge von Ansgar Stelzer und Marcel Poehler das Spitzenspiel der Kreisliga und meldeten sich damit eindrucksvoll nach zuletzt wenig überzeugenden Leistungen zurück. Schon am Sonntag gilt es, bei der TSG Emmerthal (3:1 beim HSC BW Tündern II) nachzulegen.
Das dritte Spiel gegen einen Mit-Meisterschaftsfavoriten und endlich der erste Sieg. Nach den Niederlagen in Salzhemmendorf und gegen Afferde stand gegen den MTV Lauenstein eine Preussen-Mannschaft mit einem ganz anderen Gesicht auf dem Platz: Ein jeder der 07er wollte heute unbedingt gewinnen, ein jeder hatte sich die Kritik der vergangenen Wochen zu Herzen genommen. Da war vom Anpfiff weg Power im Spiel, da zeigten sich die Preussen weit lauf- und einsatzfreudiger und gingen wesentlich beherzter in die Zweikämpfe, und da hielten sie sich alle an die taktischen Vorgaben. Dass sie am Ende mit einem derart klaren Sieg belohnt wurden, konnte wahrlich keiner erwarten. Aber das 7:1 entsprach durchaus dem Spielverlauf. Abzulesen auch an der Tatsache, dass Preussen-Keeper Marcin Karpicziak (er vertrat den urlaubenden Fredy Quint) nicht einmal ernsthaft geprüft wurde. Dabei spielte sicherlich das Fehlen der MTV-Top-Torjäger Linus Zorn und Freddy Giger den Preussen in die Karten.
Die Preussen erwischten einen Start nach Maß: Sönke Wyrwoll verwandelte in der 12. Minute einen Foulelfmeter zum 1:0, und Daniel Schütten erhöhte auf 2:0 (25.). Kurz nach dem Wechsel schienen schnell alle Zweifel am Preussen-Sieg beseitigt, als Imam Al Bardawil das 3:0 (47.) markierte. Doch fast im Gegenzug kam die Spannung zuruck: Niklas Kähler verkürzte vom Punkt auf 1:3 (49.) . Die Hoffnungen, der Gäste, doch noch auf der Plastikwiese zu punkten, verflogen indes ganz schnell: Flamur Dragusha staubt zum 4:1 (59.) ab, und Latte Lakowski (64.), Jacek Jerszynski (73.) und Jan-Philipp Schneider (87.) machen mit ihren ersten Treffern im Preussen-Dress das 07-Schützenfest perfekt.

VFB HEMERINGEN - FC PREUSSEN 0:1 (0:0

Der FC Preussen hat beim VfB Hemeringen zurück in die Erfolgsspur gefunden. Flamur Dragusha erlöste den Aufsteiger mit seinem Treffer in der 56. Minute gegen einen starken VfB. Die Partie vor überraschend wenigen Zuschauern litt nicht nur unter den hohen Temperaturen, sondern vor allem unter der schwachen Leistung des Schiedsrichtergespanns. Maximilian Wehner und seine Assistenten sorgten hüben wie drüben für ein Festival an Fehlentscheidungen und ließen so kaum Spielfluss aufkommen – vor allem, weil sie die Vorteilsregelung völlig ignorierten und mit der Abseitsregelung total auf Kriegsfuß standen.
So endete die Partie trotz vieler Torraumszenen nur 1:0. Der Sieg der 07er ging durchweg in Ordnung, aber unter normalen Umständen hatte es 4:3 oder so heißen müssen.
1:0 nur aber auch weil auf beiden Seiten überragende Torhüter standen. Beim VfB Hemeringen glänzte Jan Wioworra mit einer Serie von großartigen Paraden, bei den Preussen zeigte Fredy Quindt seine ganze Klasse. Vor allem in der Schlussphase hielt die neue Nr.1 im FC-Gehäuse den Sieg fest – sowohl mit glänzender Strafraumbeherrschung als auch tollen Reflexen.
Auch der VfB Hemeringen deckte die Schwächen des Aufsteigers auf: Mit schnellen und schnörkellosen Angriffen erspielte sich der Gastgeber vor allem in Abschnitt eins viele klare Chancen. Da konnte der FC froh sein, dass er da nicht in Rückstand geriet. Anderseits hatten die 07er das Glück in der Offensive nicht auf ihrer Seite: drei Aluminiumtreffer und ein Sebastian Lakowski, der mehrfach knapp scheiterte oder in Wioworra seinen Meister fand.

 

 

PREUSSEN - EINTRACHT AFFERDE 1:2 (0:1)
Die tolle Kulisse wollte so gar nicht zum Auftritt der Preussen passen. Denn vor rund 350 (!) Zuschauern agierte der Aufsteiger lange viel zu zaghaft und verlor das Top-Spiel der Kreisliga am Sonntagabend verdient mit 1:2 (0:1) gegen Vizemeister Eintracht Afferde.
Ernüchterung im Preussen-Lager: Vorerst zumindest bleibt der Traum, gleich im ersten Kreisligajahr oben mitspielen zu können, ein Traum. Nach der Niederlage in Salzhemmendorf verloren die 07er auch das zweite Spiel in Folge gegen einen Meisterschaftsmitfavoriten und finden sich mit nunmehr 6 von 12 möglichen Punkten im Mittelfeld wieder. War es zu großer Respekt vor der starken Eintracht, war es die Enttäuschung (und vor allem, wie das 2:3 zustande kam) der ersten Saison-Niederlage, oder was sonst war der Grund für diesen Auftritt der Preussen vor allem in der ersten Halbzeit. Nicht nur, dass spielerisch da so gut wie nichts klappte, sondern vielmehr das Spiel ohne Bewegung und ohne jedes Feuer konnte nur die vielen Anhänger der Eintracht zufrieden stellen. Umso mehr, da auch die Harland-Elf keineswegs in Top-Form agierte. Dennoch ging die Eintracht hoch verdient in Führung. Durch einen von Kai Schwark in der 44. Minute verwandelten Foulelfmeter. Als dann in der 60. Minute Kapitän Sören Wyrwoll nach einer Notbremse frühzeitig von Schiedsrichter Mirco Siever unter die Dusche geschickt wurde, schien nur noch die Höhe des Eintracht-Sieges eine Frage. Doch in Unterzahl spielte 07 gegen 06 weit besser als zuvor. Der Platzverweis wurde zum Wachmacher, plötzlich war so etwas wie Spiel und Spielfreude zu sehen, plötzlich gab es gute Szenen in Afferdes Strafraum und ebenso plötzlich fiel der Ausgleich durch einen Kopfball vom Imam Al Bardawil (80.). Wenigstens (aus Preussden-Sicht) in den letzten Minuten gab es das erwartete Spiel auf Augenhöhe. Mit 07ern, die nun noch mehr wollten und sich den entscheidenden Konter einfingen: Timo Guschewski vollstreckte zum verdienten 2:1 für die Eintracht – das Ergebnis ging aufgrund der besseren Chancen und der besseren Teamleistung in Ordnung.

BW SALZHEMMENDORF - PREUSSEN 3:2 (2:0)

Erster Dämpfer für den Aufsteiger: Bei BW Salzhemmendorf kassierte der FC Preussen die erste Saisonniederlage. 2:3 (0:2) verloren die Schützlinge von Ansgar Stelzer und Marcel Pöhler beim Mit-Meisterschaftsfavoriten nicht unverdient. Denn die Blau-Weißen waren lange die zweikampfstärkere und engagiertere und vor allem effektivere Mannschaft: Ihnen war von Beginn an anzusehen, dass sie dieses Top-Spiel unbedingt gewinnen wollten. Sie führten bereits 3:0 und mussten am Ende dennoch um die drei Punkte gewaltig zittern. Denn das Schlussdrittel gehörte klar den Preussen, die noch durch Treffer von Daniel Schütten (70.) und Özkan Ünsal (78.) auf 2:3 herankamen und kurz vor dem Abpfiff sogar den Ausgleich auf dem Fuß hatten, aber am toll reagierenden Oldie Matthias Kriks scheiterten. So wurde die Partie in Salzhemmendorf nicht nur das vermeintliche Top-Spiel, sondern auch das Spiel der Torhüter. Bei BW der schon 47jährige Kriks (er stand vor 13 Jahren schon im Preussen-Tor) als Punkteretter, bei Preussen Marcin Karpiczak im Gehäuse, der mit einer überragenden Leistung mehrfach seine Mannschaft vor einem Debakel bewahrte und den Weg zu einem am Ende durchaus möglichen Punktgewinn ebnete. Ohne den gebürtigen Polen wäre die Messe für die die ersten 60 Minuten dominierenden Gastgeber schon früh gelesen gewesen. Die Blau-Weißen ließen mit ihren Lauffreudigkeit und ihrem Einsatzwillen die 07er überhaupt nicht ins Spiel kommen. Die hatten nur selten ein besseres Mittel als weite Gut-Glück-Pässe als Antwort, und so war lange nichts von all dem zu sehen, was den Aufsteiger zuletzt so stark machte. Erst recht, als Latowski früh angeschlagen den Platz verlassen musste. „Nur 25 Minuten zur Sache zu gehen und den Kampf anzunehmen, reicht nicht“, machte Marcel Poehler klar. In Abschnitt zwei wurde vieles (nicht alles) besser. Mit Daniel Schütten als Abwehrchef nun und mit Allzweckwaffe Sönke Wyrwoll neben Maxi Magerkurth im Sturmzentrum. So fand was lange wie eine schmerzliche Lehrstunde für den Neuling aussah am Ende noch ein leicht versöhnliches Ende: Kein Punkt, aber (hoffentlich) viel Wichtiges gelernt…

FC PREUSSEN HAMELN - TSV KLEIN BERKEL 4:3 (3:1)
Weserberglandstadion machte es der Aufsteiger unnötig spannend. Gegen den TSV Klein Berkel bestimmte der FC über weite Strecken das Spiel, musste am Ende dennoch gewaltig zittern und konnte nur von Glück sprechen, dass der TSV lange so defensiv eingestellt die Partie bestritt. Denn Preussens Defensivabteilung war löchrig wie selten, ließ sich so wie beim Ausgleich der Gelb-Roten zum 1:1 (30. Minute) mehrfach überrumpeln und war in vielen Aktionen keineswegs der eines Meisterschaftsfavoriten würdig. Und dennoch wurde der Abwehrchef zum Matchwinner: Sören Wyrwoll traf in der ersten Halbzeit gleich doppelt (zum 1:0 in der 14. und zum 2:0 in der 34. Minute vom Punkt) und in der Schlussminute hielt er als Torwart mit einer Glanzparade den Sieg fest.
Sieben Treffer und eine richtig dramatische Schlussphase, da lohnte sich für die gut 180 Zuschauer (!) das Kommen. Sie sahen einen im ersten Abschnitt zuweilen gut kombinierenden FC, der im Strafraum allerdings zu zögerlich agierte oder am guten Berkeler Keeper Marvin Kämper scheiterte. Das 3:1 durch Ümit Ozceliks Kopfball sah zum Halbzeitpfiff wie die Vorentscheidung aus, doch nach dem Pausentee war es auf einmal der Gast, der Torchancen en gros produzierte, aber nur einmal (und das per Foulelfmeter zum 2:3 in der 70.Minute) traf – großes Glück also für die 07er, und gut auch, dass der für den verletzt ausgeschiedenen Abu Akkuc ins Spiel gekommene Imam Al Bardawil Maß nahm und aus 24 Metern direkt in den Winkel zum 4:2 (80.) traf! Aber Ruhe brachte die erneute klare Führung nicht, und das Nervenflattern wurde umso heftiger nach Marvin Kesslers erneuten Anschlusstreffer zum 4:3 (87.) Beim unrühmlichen Schlussakt stand Schiedsrichtere Tamer Yalcin im Blickpunkt. Nach einem Foul von Stary an Sönke Wyrwoll im Preussen-Strafraum soll 07-Keeper Fredy Quindt Stary („Du bist ja wohl bescheuert“) beschimpft haben. Dafür sah er Rot (!). Wyrwoll musste ins Tor und rettete sein Team mit einer tollen Reaktion vor dem Ausgleich!

 

 

FC LATFERDE 80 - FC PREUSSEN 1:4 (1:1)

Auftakt nach Maß für den Aufsteiger: Mit einem 4:1 (1:1) beim FC Latferde stürmte der FC Preussen Hameln gleich bei seiner Premiere in der Kreisliga an die Spitze. Ein Eigentor der in allen Belangen unterlegenen Gastgeber und Treffer von Flamur Dragusha (2) und David Engelbrecht bescherten der Elf von Ansgar Stelzer und Marcel Poehler den ersten Sieg im Fußballoberhaus des Kreises.
Dass da mit dem FC Latferde ein wesentlich stärkeres und auch engagierteres Team auf dem Platz stand als zuletzt im Pokal der TSV Hamelspringe, das bekamen die Preussen schon in den ersten Minuten zu spüren. Die Elf von Alexander Liebegott setze gleich einige Nadelstiche und ging in der Abwehr kräftig zur Sache. Das bekam vor allem Latte Latkowski zu spüren. Binnen kurzer Zeit zwei Fouls, die Schlimmstes befürchten ließen. Beim ersten drückte Schiedsrichter Mirco Siever noch beide Augen zu, beim zweiten in der 7. Minute zeigte er Michael Bartsch sofort die rote Karte – völlig zurecht !  Die Überzahl konnten die 07er danach nicht deutlich machen. Zwar gingen sie durch ein Eigentor von Torsten Schmidt (41.) in Führung, doch Latferde antwortete mit einem klasse Freistoß von Artur Zmuda direkt in den Winkel noch vor dem Pausenpfiff mit dem  1:1. Zweifelsohne schmeichelhaft für die 80er, zuzuschreiben der enormen Einsatzfreude und der noch fehlenden Effektivität im Preussen-Spiel. Das änderte sich nach dem Wechsel. Da knüpfte der Aufsteiger an die gute Vorstellung in Hamelspringe an – gute Kombinationen, schnelles, direktes Spiel und weitaus zwingendere Offensivaktionen. Der Lohn und die Entscheidung binnen 3 Minuten: 2:1 durch David Engelbrecht (56.) und 3:1 durch Flamur Dragusha (59.) und als Zugabe Flamurs zweiter Treffer zum 4:1-Endstand (81.).
Schade, dass dieser schöne Erfolg den bitteren Beigeschmack hat, dass möglicherweise Latkowski am Sonntag gegen Klein Berkel nicht spielen kann. Ebenso unverständlich wie einige der Fouls auch die Kommentierung von Alexander Liebergott auf AWESA: Der Coach meinte wirklich (ja gibt es das denn wirklich?), dass seine Mannschaft bis zur 60.Minute das bessere Team war. Pardon nach Latferde: Bei allem Verständnis für den Versuch, seine Mannschaft aufzurichten, bei einem solchen Kommentar bleibt nur ein logischer  Schluss: Er hat  ein anderes Spiel gesehen..

 

 

KREISPOKAL-RUNDE 1: TSV HAMELSPRINGE - FC PREUSSEN 1:9 (0:3)

Ganz souverän meisterte der FC Preussen die erste Pokalhürde und erreichte mit einem auch in dieser Höhe verdienten 9:1 (3:0) beim TSV Hamelspringe die nächste Runde. Ausgerechnet dort, wo sich der Kreisliga-Neuling in den vergangenen Jahren stets so schwer tat. Doch diesmal konnte vor rund 100 Zuschauen (den meisten aus Hameln) der Gastgeber nichts ausrichten. Er  war vom Anpfiff weg mindestens die eine Klasse, die beide Teams trennt, schlechter, wusste dem Angriffswirbel der Preussen außer einem guten Keeper und viel Dusel nichts entgegenzusetzen. Bereits in Minute 8 begann der Torreigen: Flamur Dragusha markierte das 1:0 und eine Viertelstunde später auch das 2:0, ehe das Duell Latte Latowski gegen den TSV-Torwart Fahrt aufnahm: Immer wieder hatte der Goalgetter das 3:0 auf dem Fuß, immer wieder klappte es nicht mit dem ersten Pflichtspieltreffer des Neuzugangs. Bis zur 43. Minute. Da donnerte er aus 24 Metern einen Freistoß unhaltbar in die Maschen. Nach dem Wechsel erst nach der ersten und einzigen Unachtsamkeit der von Sönke Wyrwoll dirigierten Abwehr ein kleiner Dämpfer durch Hamelspringes Anschlusstreffer (50.), dann aber die zuweilen auch spielerisch begeisternde Fortsetzung der Daueroffensive und Tore wie aus dem Bilderbuch: Dreimal noch war Latowski der Vollstrecker, zweimal traf David Engelbrecht, und auch Imam Al Bardawil durfte sich als Torschütze feiern lassen. Fazit: Der TSV Hamelspringe war gewiss kein aussagekräftiger Gradmesser, doch der FC geht bestens vorbereitet  in die am kommenden Donnerstag, 19 Uhr, mit dem Gastspiel beim FC Latferde beginnende Kreisliga-Saison.

 

TURNIER IN EIMBECKHAUSEN: PREUSSEN -VFB EIMBECKHAUSEN 1:4

Eine Woche vor dem ersten Pflichtspiel der Saison, dem Kreispokal in Hamelspringe, feierte der FC Preussen eine gelungene Generalprobe. Beim Sparkassen-Cup besiegte der Liga-Neuling im Finale Gastgeber VfB Eimbeckhausen mit 4:1 und entschied damit in der Vorbereitungsphase das erste Duell mit einem Ligakonkurrenten für sich.
Die Preussen machten schon in der ersten Halbzeit alles klar: Fabio Mercia brachte 07 in Führung, Sönke Wyrwoll erhöhte per Strafstoß auf 2:0 (18.), und Sebastian “Latte” Latowski sorgte mit seinem dritten Treffer für Preussen in seinem dritten Spiel (40.) für die endgültige Entscheidung. Zwar verkürzte der VfB in der 74. Minute durch Pierre von Hagen auf 1:3, doch der FC antwortete mit dem 4:1 von Imam Al Baradwil (89)
. Teammanager Toni Kierakoweitz hatte vor der Partie angedeutet, womöglich laufe im Finale die Formation auf, die auch die Elf im Pokalspiel in Hamelspringe sein könnte. Das wären dann Marcin Karpicziak, Waldemar Starostin, Jan-Philipp Schneider, Ümit Özceli, Flamur Dragusha, Abu Akkuc, Niels Remmertr, Latte Latowski, Fabio Mercia und Sönke Wyrwoll. Zum Einsatz kamen aber auch Daniel Hackbusch, Niclas-Max Meyer, Özkan  Ünsal, Besart Rrusta, Kay-Uwe Werhahn, David Engelbrecht und Imam  Al Bardawil

 

TURNIER IN EIMBECKHAUSEN: PREUSSEN BESIEGEN LAUENAU 2:1 (1:1)

Der FC Preussen steht im Finale des Sparkassen-Cups in Eimbeckhausen. Durch Tore von Sebastian Latowski (16. Minute) und David Engelbrecht (87.) besiegten die 07er den Schaumburger Kreisligisten SV Victoria Lauenau mit 2:1.
 Im Endspiel des Einladungsturniers treffen die Preussen nun am Sonntag, 16 Uhr, auf Gastgeber VfB Eimbeckhausen und somit in der Vorbereitungszeit erstmals auf einen Kreisliga-Rivalen. Neben dem Sieg erfreulichster Aspekt: Ozkan Ünsal feierte nach seiner langen Verletzungspause sein Comeback, durfte 45 Minuten ran., konnte logischerweise aber noch nicht auf dem von ihm gewohnten Level spielen. Ganz im Gegensatz zu Pascal Lüdtke. Dem schien die Verletzungspause überhasupt nichts auszumachen: Er gab mit dem einmal mehrüberzeugenden Sönke Wyrwoll ein starkes Innenverteidiger-Duo ab und ließ bei seinem Debüt für den FC keine Zweifel daran aufkommen, welch Verstärkung er ist. . Überragend agierte  auch „Latte“ Latowski: Er erzielte in seinem zweiten Spiel für 07 nicht nur seinen zweiten Treffer, sondern holte auch noch einen Elfmeter heraus. Nicht ganz zu seiner Top-Leistung passte, dass er den verschoss.. In dem fairen und auch von Victoria Lauenau (defensiv taktisch gut) ansehnlich geführten Spiel, dominierten die Preussen eindeutig und hätten weit höher gewinnen können. Die 07er, die einmal mehr in der Vorbereitungsphase die Mannschaft durchwechselten und vieles ausprobierten, erreichten völlig verdient das Finale dieses Sparkassen-Cups. In dem, so Manager Toni Kierakowitz, dürfte die Mannschaft auflaufen, die auch bei der ersten Pflichtaufgabe eine Woche später, dem Pokalspiel in Hamelspringe, erwartet wird.

Gute Vorstellung  beim MTV Bevern wird nicht belohnt

Ähnlich wie beim 1:3 in Hagen, so zeigte der FC 24 Stunden zuvor auch bei Bezirksligist MTV Bevern eine ansprechende Leistung, die allerdings nicht belohnt wurde. Denn viele gute Chancen und die Treffer von Abu Akkuc und Kay Werhahn reichten nicht, am Ende stand eine 2:4-Niederlage. Sie war allerdings auch der Tatsache geschuldet, dass Preussen oft wechselte und somit der Spielfluss im Schlussdrittel verloren ging.

 

2.TESTSPIEL: GERMANIA HAGEN - FC PREUSSEN 3:1 (2:1)

Zwar 1:3 verloren, doch keineswegs enttäuscht: Der FC Preussen unterlag am Sonntag dem Bezirksligisten Germania Hagen zwar mit 1:3 (1:2), kann aber den kommenden Aufgaben zuversichtlich entgegen blicken. Auf dem Hagen gingen die 07er bereits in der 2. Spielminute durch einen Treffer von Abu Akkuc in Führung, spielten gegen den klassenhöheren Gastgeber lange auf Augenhöhe mit und hielten den Vorsprung bis in die Schlussphase der 1. Halbzeit, ehe nach Unaufmerksamkeiten in der ansonsten gut spielenden Defensive binnen vier Minuten aus dem 1:0 ein 1:2 wurde. Pech zudem für die Preussen: Keeper Fredy Quindt  musste verletzt raus und da kein 2. Torwart zur Verfügung stand Sönke Wyrwoll zwischen die Pfosten. Der allerdings machte seine Aufgabe bestens, vereitelte mehrere Großchancen der Germanen und ließ mehr als das 1:3 nicht zu. Auf der anderen Seite erspielten sich die 07er einige gute Chancen, ohne allerdings den zweiten Treffer daraus zu machen. Fazit: Trotz der Niederlage ein guter Test für den Kreisliga-Neuling!

 

PREUSSEN SCHLIESST PERSONALPLANUNG MIT  HOCHKARÄTIGEN NEUZUGÄNGEN AB

Da hatte Toni Kierakowitz nicht zu viel versprochen, als er zu einer Pressekonferenz einlud, in der er zwei hochkarätige Neuzugänge vorstellen wollte. Denn der sportliche Leiter präsentierte am Freitag keine geringe als aus der Verbandsliga Thüringen Sebastian Latowski und aus der Landesliga Flamur Dragusha!
Zum Schluss der Hammer: Mit den beiden spektakulären Neuverpflichtungen schloss der FC Preussen seine Personalplanungen für die neue Saison ab. Sebastian Latowski und Flamur Dragusha sind die Neuzugänge Nr.10 und Nr.11 beim Kreisliga-Aufsteiger. Gerade um die Rückkehr von Latowski nach Hameln hatte es wochenlang Spekulationen gegeben. Jetzt die Überraschung: Er kommt wirklich zurück und das nicht zu einem Landesliga- oder Bezirksliga-Verein, sondern zum Kreisligisten FC Preussen. „Ich habe hier in de4r C-Jugend tolle Jahre erlebt“, begründet der 26jährige seine Entscheidung. „Und ich bin überzeugt, hier entsteht Großartiges“. Er sei begeistert davon, wie professionell bei 07 gearbeitet werde. An dem weiteren Aufstieg seines alten Vereins mitzuwirken, sei für ihn  eine Herzensangelegenheit. Sebastian wechselte 2005 von Preussen zu Hannover 96,  spielte bei den Roten in der U17, U19 (in der Bundesliga) und U23, ehe er 2010 für ein Jahr zu Eintracht Braunschweig ging und von 2011 bis 2015 für den ZFC Meusewitz in der Regionalliga Nordost spielte. Insgesamt 104 Regionalliga-Einsätze stehen in seiner Vita. In der vergangenen Saison stürmte er für den thüringischen Verbandsligisten SV Rositz.
Auch Flamur Dragusha ist ein „alter“ Preusse. Er spielte in der A-Jugend von 07, wechselte dann über den TSV Grohnde zur SG Hameln 74. Für den Norsdstadtclub absolvierte der 23jährige  38 Spiele in der Landesliga..

 

ERSTES TESTSPIEL  - FC PREUSSEN - FC SPRINGE (BEZIRKSLIGA) 2:2 (0:1)

Er kam, sah und traf: Sebastian Latowski, erst am Mittag stolz präsentierter Neuzugang, und nach einer Verletzung noch nicht wieder hundertprozentig fit, wurde in der 75. Minute eingewechselt und erzielte neun Minuten später den umjubelten Ausgleichstreffer. Auftakt nach Maß, nennt man so etwas, und das trifft auch auf Imam Al Bardawil zu. Auch er durfte sich bei seinem Debüt als Torschutze feiern lassen, als er mit einem excvellenten Freistoß das 1:2 erzielte.
2:2 am Ende am Freitagabend gegen Bezirksligist FC Springe: Der FC Preussen setzte im Weserbergland-Stadion eine erste markante Duftnote. Nach harten Trainingswochen ohne viel Spielpraxis  lieferte der Kreisliga-Aufsteiger dem klassenhöheren Gast ein Duell auf Augenhöhe. Und deutete dabei in vielen Szenen an, was von diesem Team zu erwarten ist. Alle eingesetzten Neuzugänge konnten gefallen. Angefangen vom überzeugenden Keeper Freddy Quindt über die enorm zweikampfstarken Soenke Wyrwoll, Jan-Philipp Schneider (er überzeugte zudem mit Diagonalpässen a la Boateng) und Niclas Meyer bis hin zu den stets torgefährlichen Flamur Dragusha (er hatte Pech mit einem Pfostenknaller) und Jacek Jerszynski. Ihre gute Leistung wurde vom tollen Einstand von Latowski gekrönt, der mit einem sehenswerten Seitenfallrückzieher das von den rund 70 Zuschauern viel umjubelte 2:2 erzielte.

 

 

TSV KLEIN BERKEL - FC PREUSSEN 2:3 (1:2)
Wie heisst die uralte Fußballweisheit? Stehst Du unten, fehlt Dir das Glück, stehst Du oben, gewinnst Du solche Spiele! Die Partie der Preussen beim TSV Klein Berkel lieferte dafür eine Bestätigung mehr. Denn beim Kellerkind gewannen die 07er ein Spiel, das sie eigentlich schon mit einem enttäuschenden 2:2 abehakt hatten. Doch dann die letzte Szene des Spiels: eine Flanke in den Strafraum der Gastgeber, und das Leder wird von einem TSVer über den eigenen Torwart hinweg ins Netz gelupft zum 3:2 für den FC Preussen! Da Wallensen nur 1:1 in Latferde spielte, erobert Preussen mit diesem Sieg den Relegationsplatz!
Eigentlich passte dieser Schlussakkord gar nicht so recht zum Spiel. Denn die Preussen bestimmten zumeist die Partie und hätten Tore en masse erzielen können, hätte da nicht im Tor des Drittletzten Marvin Kämper gestanden, der mit Glanzparaden in Serie sein Team im Spiel hielt. Die Nr.1 des Drittletzten wurde klar zum besten Akteur auf dem Platz. Dass er ausrechnet von einem eigenen Spieler überwunden wurde, hat schon fast tragische Züge und unterstreicht die anfangs zitierte Fußballweisheit…
Die Preussen spielten nicht schlecht. Zumindest offensiv. Die erneut umgestellte Abwehr hatte wie schon im Hinspiel mit den überfallartigen und schnell vorgetragenen Angriffen der Klein Berkeler nicht übersehbare Probleme. Typisch dafür das 0:1, das mitten in eine gut anschaubare Offensive der Preussen fiel – ein weiter Ball und schon war auch Torhüter Marcin Karpizcak geschlagen. Zum günstigsten Zeitpunkt antwortete der Favorit: ein direkt verwandelter Freistoß von Latte Latowski zum 1:1 (41.) und nur eine Minute später ein genau getimtes Zuspiel von Özkan Ünsal auf Jacek Jerszcynski, der mühelos zum 2:1 vollstreckt. Die Vorentscheidung musste in der 69. Minute fallen. Doch Sönke Wyrwoll scheiterte vom Punkt am überragenden Marvin Kämper, ehe die fast dramatischen Schlussminuten doch noch das Happy End für 07 brachten: nach Sebastian Bloms überraschendem Ausgleich per direkt verwandeltem Freistoß (84.) das für den TSV Klein Berkel so ärgerliche und das den Preussen zwei Punkte schenkende Eigentor!

FC PREUSSEN - FC LATFERDE 3:2 (2:0)
.Au Backe, das war einmal mehr nichts für schwache Nerven: Erst ein Last-Minute-Treffer von Latte Latowski sicherte dem FC Preussen einen 3:2-Erfolg über den FC Latferde! Mit diesem Sieg festigten die 07er Platz 3 hinter den ebenfalls erfolgreichen Eintracht Afferde (2:0 in Lauenstein) und Wallensen (4:3 gen Pyrmont II).
Alles deutete auf einen erneut deutlichen Sieg auf der heimischen Plastikwiese hin, dann aber wurde alles noch zu einer unergründlichen Zitterpartie, als Patrick Fritsche (67.) und Erwin Cristea (72.) die 2:0 Führung der Preussen von Latte Latowski (26.) und Jacek Jerszynski (38.) noch ausglichen und damit den FC Latferde für einen couragierte Leistung zu belohnen schienen. Bis zum 2:2 wäre ein Punktgewinn für den Tabellenachten nicht unverdient gewesen. Denn die Preussen dominierten zwar die Partie, doch immer wieder setzten gefährliche Konter der Gäste Nadelstiche. Zweimal landete dabei das Leder am Aluminium des 07-Gehäuses. Gut, dass der Ausgleichstreffer die Preussen kaum schockte : Sie schüttelten sich kurz und starteten eine Schlussoffensive mit dem lange vermissten schnellen Kombinationsspiel und Powerfußball mit gefährlichen Torraumszenen. Als nach vielen vergebenen Chancen und einem aus welchem Grund auch immer nicht nach klarem Foul an Sönke Wyrwoll gegebenen Foulelfmeter alles nach einem Remis aussah, doch noch die Erlösung für die Elf von Ansgar Stelzer und Marcel Poehler: Mit seinem zweiten Treffer sorgte Latte Latowski für den glücklichen, am Ende aber verdienten zehnten Saisonsieg.

FC PREUSSEN - SPVG BAD PYRMONT II 5:1 (1:1)
Der FC Preussen bleibt im Rennen zumindest um den Relegationsplatz: Mit einem in dieser Höhe überraschenden 5:1 (1:1) gegen den bisherigen Tabellenzweiten Spvg. Bad Pyrmont II beendete der Aufsteiger die Hinrunde auf Platz 3, sieben Zähler hinter „Herbstmeister“ Eintracht Afferde, aber nur einen Punkt hinter dem WTW Wallensen.
Nach dem klaren Erfolg der diesmal wieder ebenso spielerisch überzeugenden wie engagierten Preussen sah es allerdings lange nicht aus, und manches deutete darauf hin, dass das zuweilen schon fahrlässige Vergeben von klarsten Chancen am Ende bitter bestraft werden würde. Denn die Gäste aus der Kurstadt waren stets gefährlich und nahe dran, die 07ern mit mehr als nur dem einen Gegentor zu ärgern. Doch dann kam die Schlussviertelstunde, und die wird allen noch lange in Erinnerung bleiben: Vier Preussen-Tore binnen neun Minuten!
In der ersten Halbzeit war es ein Spiel auf Augenhöhe. Erst drückten die Pyrmonter und verpassten nur knapp die Führung, dann glänzte der heute überragende Flamur Dragusha erstmals als Torschütze. Doch die Freude über sein 1.0 (17.) währte nur sechs Minuten: Ogus Öktem markierte für den Tabellenzweiten den Ausgleich. Nach dem Wechsel stärkten die Pyrmonter die Offensive, und die 07er nutzten die gewonnenen Freiräume, diktierten fortan das Geschehen, und mehrfach hatten die Fans den Torjubel auf den Lippen, doch so gut die vielen Chancen waren, es wollte nicht klappen. Erst Imam Al Bardawil mit dem Pfostenknaller und dem vergebenen Nachschuss (49.), dann die Serie der vergebenen Versuche des unermüdlichen Latte Lakowski und schließlich doch die Erlösung: Nach Lattes klasse Zuspiel vollstreckt Imam mit seinem schon elften Saisontreffer zum 2:1 (77.). Was zuvor nicht beim Abschluss klappte, gelang nun wie im Schlaf: 3:1 durch Flamur Dragusha (80.), Latte Latowski zum 4:1 (84.) und das 5:1 durch Fabio Mercia (86.).

VFB EIMBECKHAUSEN - FC PREUSSEN 0:4 (0:4)
Pflichtaufgabe erfolgreich erledigt und Selbstbewusstsein für das anstehende Top-Spiel gegen die Spvg. Bad Pyrmont II getankt: Der FC Preussen wurde seiner Favoritenrolle beim VfB Eimbeckhausen gerecht und gewann durch Treffer von Jacek Jerszynski, Sebastian Latowski und Imam Al Bardawill (2) mit 4:0.
Nach dem eher mauen Auftritt beim glücklichen Pokalsieg gegen Lauenstein verbrachten Trainer Ansgar Stelzer und Marcel Poehler und die einmal mehr zahlreich mitgereisten Fans einen ruhigen und nervenstress-freien Nachmittag. Die 07er starteten im Powermodus und waren schnell auf Siegkurs. Jacek Jerszynski brachte mit dem frühen Führungstreffer (11.Minute) früh Ruhe in die Partie und erhöhte die soundso schon große Lust am Spielen. Auch weil die erwartet große kämpferische Einstellung des Tabellenletzten ausblieb und die Preussen ihr gefürchtetes Kombinationsspiel aufziehen konnten. Der Lohn: viele gute Chancen und noch dreimal Jubel vor der Pause nach den Toren von Latte Latowski (23.) und Imam Al Bardawil, der mit seinem Doppelpack (40./45.) bereits seine Saisonausbeute auf 10 schraubte.

KREISPOKAL: PREUSSEN - MTV LAUENSTEIN 1:0 (0:0)
IBitte nicht noch einmal so eine Zitterpartie! Im Achtelfinale des Kreispokals quälte sich der FC Preussen zu einem mehr als glücklichen 1:0 (0:0) gegen den erwartet starken und (pardon, liebe 07-Fans) besseren und am Ende bedauernswerten MTV Lauenstein. Hauptsache gewonnen, bleibt das Fazit und die Erkenntnis an diesem Nachmittag: Heute muss der Fußballgott ein Preusse sein….
7:1 im Punktspiel, da müsste doch der FC die dominierende Mannschaft sein ! Weit gefehlt. Der Gast aus dem Ostkreis bestimmte die Partie und erarbeitete sich eine Torchance nach der anderen. Immer wieder wurde die oft zu weit aufgerückte 07-Abwehr durch die Lauensteiner Flitzer überrannt, und es schien nur eine Frage der Zeit, wann der gute FC-Keeper Freddy Quindt zum ersten Mal das Leder aus dem Netz holen würde. Doch mit Glück und letztem Einsatz hielten die Preussen das torlose Remis, aber als dann auch noch Kapitän Sönke Wyrwoll glatt Rot nach einer verzweifelten Rettungstat (27. Minute) sah, schien der Favorit endgültig auf der Verliererstraße – in der Folgezeit kaum noch sehenswerte Offensivaktionen der Preussen und fast im Minutentakt nach dem Wechsel hochkarätigste Möglichkeiten der MTVer. Wer so viele Chancen liegen lässt, muss einfach bestraft werden. Diese alte Fußballweisheit fand an diesem Sonntag einmal mehr ihre Bestätigung: Der erst zweite nach einem Tor riechende Angriff des Hausherren in der zweiten Hälfte, Sebastian Latte Latowski setzt sich im Strafraum der Gäste gegen drei Lauensteiner durch und drückt das Leder zum umjubelten 1:0 in die Maschen – die Entscheidung in der 83. Minute, das Tor in die Runde der letzten Acht im Kreispokal.

WTW WALLENSEN - FC PREUSSEN 4:2 (3:0)
Fahrten in den Ostkreis sollten die Preussen in Zukunft unterlassen – hier gibt es für sie (bisher zumindest) nichts zu gewinnen: Nach dem 2:3 in Salzhemmendorf verloren die 07er nun beim WTW Wallensen mit 2:4 (0:3).
Der Höhenflug des Aufsteigers ist somit beendet, zumindest aber unterbrochen. Nach den fünf Siegen in Folge mit 22:3 tat die Landung auf der Thüster Platte besonders weh. Vor allem, weil sie überflüssig wie ein Kropf war. Auch wenn die dritte Saisonniederlage hoch ausfiel, sie hätte vermieden werden können und müssen. Aber wenn ein Team sich mit dem Anpfiff so überrumpeln lässt wie es die Preussen in Wallensen taten, wenn ein unnötiger Platzverweis die Mannschaft schwächt und dann auch noch ein völlig unnötiger Elfmeter verursacht wird, dann kann man ein Spiel dominieren und wird es dennoch verlieren. Der FC Preussen lieferte für dieses Szenario am Sonntag das Drehbuch - 3. Minute: 0:1, als die gesamte Defensivabteilung überall, aber nicht auf dem Platz ist; 6. Minute: 0:2, als die Abstimmung immer noch nicht stimmt, weil wohl das frühe 0:1 noch in den Köpfen sitzt; 44.Minute: 0:3 ein Freistoß direkt wie im Lehrbuch verwandelt.; 46.Minute: 1:3 durch Jacek Jerszynskis Kopfball (perfekt gemacht); 53. Minute: Fabio Mercia sieht die Ampelkarte – überflüssig und fragwürdig; 57.Minute: 2:3 durch Iman Al Bardawils Kullerball, ein Geschenk des Torwarts der immer müder wirkenden WTWer; 80.Minute: 2:4 vom Punkt – krasser Abwehrfehler erst, dann ein unnötiger Schubser, und das Spiel ist entschieden und verloren.
Mit dem 2:4 hat Preussen ein wichtiges Spiel verloren. Gegen ein Ostkreisteam, das gewiss bei der Titelvergabe ein ernstes Wort mitsprechen wird. Zurück bleibt aber nicht nur die Erinnerung an eine unnötige Niederlage, sondern auch an einen Schiedsrichter, der vom Anpfiff weg dem vermeintlichen Spitzenspiel nicht gewachsen war und mit einer Reihe von merk- und fragwürdigen Entscheidungen zwar keine Mannschaft bevorteilte, aber die Nerven aller Spieler arg strapazierte.