Heikle Mission für Preussen: der kecke Aufsteiger aus Hajen kommt am Sonntag, 15 Uhr auf den Kunstrasenplatz und das sogar als Favorit. Denn obwohl der Neuling zwei Spiele weniger hat, steht er mit 19 Zählern auf Platz 4 weit besser da als die Preussen mit Rang 8 und 15 Zählern.  „Ich oute mich als Hajen-Fan“, meint Preussens Interimstrainer und sportlicher Leiter Jan Christoph vor dem Duell mit den „Schwarzen Katzen“: „Ich verfolge Hajens Entwicklung bereits seit einigen Jahren. Der Höhepunkt beim SV war neben dem Kreisliga-Aufstie, sicherlich der Kreispokal-Sieg vor einem Jahr. Die Mannschaft beweist, was man mit Kameradschaft und gutem Zusammenspiel erreichen kann. Dort wird im gesamten Umfeld tolle Arbeit geleistet.“ Kurios: Aufsteiger Hajen ist mit zwei Spielen weniger als die Konkurrenz Vierter  und könnte theoretisch mit dem Zweiten aus Salzhemmendorf gleichziehen. „Uns ist bewusst, wie schwierig die Aufgabe wird, aber wir wollen den Bock umstoßen, nachdem wir zwei Spiele lang kein Tor geschossen haben.“ Dabei werden allerdings  weiterhin einige wichtige Spieler fehlen. „Das kann ich aber nicht als Ausrede gelten lassen. Wir haben immer noch Wiedergutmachung für die 0:7-Heimniederlage gegen Salzhemmendorf zu betreiben“, unterstreicht Christoph.  Die Hajener fahren mit viel Respekt nach Hameln. „Preussen hat eine starke Mannschaft, die allerdings in den letzten Spielen nicht immer überzeugt hat. Insofern stehen sie nach den letzten beiden Niederlagen etwas unter Druck, denn sicherlich sehen sie sich von ihrem Selbstverständnis her in der Tabelle weiter oben. Auf dem Hamelner Kunstrasenplatz erwartet uns daher eine ganz schwierige Aufgabe“, erklärt SVH-Sprecher Marc Knoesel. Die aktuelle Saison sorgt bei den Hajenern jedoch für viel Selbstvertrauen: „Wir haben keinen Grund, an unserer spielerischen Grundausrichtung etwas zu ändern. Aus einer stabilen Defensive heraus wollen wir das Spiel lange offen halten. In den letzten Spielen hat zudem unser Umschaltspiel schon viel besser funktioniert, sodass wir auch nach vorne für Gefahr sorgen können. Wenn wir die Zweikämpfe annehmen und das Passspiel der Preussen früh stören, ist vielleicht etwas Zählbares in diesem Spiel für uns drin – mit einem Auswärtspunkt wäre ich mehr als zufrieden“, so Knoesel. Zurück im Kader von Trainer Steve Wilke ist Daniel Klünder – fehlen werden Niklas Ebeling und Frederik Bleibaum.