Es wurde das erwartet schwere Spiel. Doch der FC Preussen II meisterte die hohe Auswärtshürde bei Eintracht Nienstedt mit einem 2:1-Sieg und kam dem Ziel Aufstieg ein wesentliches Stück näher, da Verfolger Marienau zugleich gegen Aerzen II verlor. Der Erfolg in Nienstedt ist umso höher einzuordnen, da die Elf von Jan-Philipp Schneider von der 59. Minute an in Unterzahl spielen musste: Top-Goalie Almunther Alahmad, zuvor noch Schütze zum 1:1 (55.), sah Gelb-Rot. Marlon Frielinghaus hatte den Gastgeber in Führung gebracht (26.). Kapitän Wisam Shivan sorgte mit seinem verwandelten Strafstoss (65.) für den 16.Sieg von Preussen II im 19.Spiel.
„Das war nix für schwache Nerven“,
stöhnt Teamprecher Steffen Pauder. Sein Bericht: Den Hausherren gelang der bessere Start: In der 26. Minute kamen sie zum ersten Mal wirklich gefährlich vor unser Tor und versenkten die Kugel eher flipperartig zum 1:0. Kurz vorher hatten wir durch Diyar Kemal Khalil und Ruben Dalby noch die große Chance, selbst in Führung zu gehen. Nach der Halbzeit nichts Neues: Wir hatten mehr Spielanteile, und Nienstedt hat sich auf ihre gute Devensive verlassen. Doch in der 50. Minute knackte unsere Offensive den Riegel und Almunther Alahmad versenkte das Leder mit seinem 30.Saisontreffer (!!!) zum 1:1. Danach wurde es aber undurchsichtig, und der Schiedsrichter gab Almunther Gelb und im gleichen Atemzug Gelb-Rot. Wohl keiner weiß wirklich warum. Doch trotz Unterzahl konnten wir den Gegner relativ gut von unserem Tor fernhalten. In der 65. Minute gab der Schiedsrichter einen Elfmeter für uns. Man muss zur Wahrheit aber sagen, dass den nicht viele Schiedsrichter geben würden. Wisam Shivan nahm sich den Ball und traf rechts unten zum 1:2 Siegtreffer. Wir haben den Willen gezeigt, den man als Tabellenführer braucht, und nächste Woche setzen wir beim Stadtderby gegen SG74 genau da wieder an.
VORSCHAU
Spitzenspielwochen für 07 – nun wartet Nienstedt
Der Blick auf die Tabelle täuscht: Preussen II Spitzenreiter, Eintracht Nienstedt mit 14 Punkten weniger auf der Habenseite auf Platz 5. Also: Die 07er fahren am Sonntag (15 Uhr) als Favorit zur Eintracht? So klar ist das aber nicht. Das sieht auch Teamsprecher Steffen Pauder so:“ Wenn wir uns die letzten Ergebnisse ansehen, erkennt man, dass die Nienstedter gut in das Jahr 2026 gestartet sind. Drei Spiele, drei Siege, 12:0 Tore. Das ist eine ordentliche Ausbeute bisher. Aber wir sind der Tabellenführer und wollen auch so auftreten. In Großenwieden konnten wir unsere Offensive viel besser einsetzen und auch wieder Tore schießen. Das gibt uns ein gutes Gefühl für dieses Spiel. Das Hinspiel konnten wir relativ klar mit 5:0 für uns entscheiden, aber ich denke: Diesmal wird es eine knappere Angelegenheit.
Unser Ziel bleibt aber dasselbe. Wir fahren nach Nienstedt, um zu gewinnen und den Vorsprung auf unsere Verfolger nicht schrumpfen zu lassen.
Kader: Mit Ausnahme der Langzeitverletzten sind alle an Bord