Nächster Husarenstreich des Underdogs: Die „Notelf“ von Preussen ließ nun auch die TSG Emmerthal verzweifeln und kam zu einem verdienten 0:0 – ein Remis, das die vornehmlich aus Spielern der 2.Kreisklasse zusammengestellte Mannschaft zu recht wie einen Sieg feierte. Denn was das Team (und hier von einer „Notelf“ zu sprechen, passt nach den jüngsten Auftritten kaum noch) um Kapitän Wisam Shivan an Einsatzwillen und mannschaftlicher Geschlossenheit sowie kämpferisch und läuferisch zeigte, verdient größte Anerkennung: Alle, die an diesem Freitagabend das 07-Trikot trugen, können stolz auf ihre Leistung sein.
Zwar bestimmten die Emmerthaler die Partie, doch irgendwie gelang es der FC-Abwehr um den glänzend aufgelegten Sönke Wyrwoll zwischen den Pfosten immer wieder, beste Chancen der Gäste zu entschärfen. Freilich hatten sie dabei auch zuweilen das Glück des Tüchtigen. Denn eigentlich kann man bei einer solchen offensiven Übermacht nicht über 90 Minuten die Null halten. Das Glück war gewiss auch der Lohn für das aufopferungsvolle Spiel der Akteure von Trainer Jan-Philipp Schneider, das , je länger die Partie dauerte. den Emmerthalern mehr und mehr den Schneid abkaufte. Kritiker können jetzt hadern und den wenigen aber guten Konterchancen der 07er nachtrauern. Doch Hand aufs Herz: Mehr als ein Punkt für den FC, das wäre dann wohl wirklich zu viel des Guten gewesen…
„Wir wollen Spaß haben“ hatte Teamsprecher Steffen Pauder (diesmal selbst einer des Besten) vor der Partie gesagt. Den hatten sie zwar, am Ende aber war kaum die Kraft da, richtig durchzuatmen und mit voller Pulle zu jubeln…
VORSCHAU
Können die Preussen nun auch die TSG Emmerthal ärgern?
„Wenn man mir vor unserem letzten Spiel in Großenwieden gesagt hätte, dass wir 4:3 Pauder deutlich. „Aber dieses Ergebnis zeigt auch aktuell unsere Qualität und Moral“. Das soll sich an diesem Freitagabend auf dem heimischen Kunstrasenplatz auch gegen die TSG Emmerthal zeigen.
Pauder: „Ein jeder Spieler bei uns gibt aktuell 100 Prozent – ob in der 1. oder 2. Mannschaft. Dabei spielt es auch keine Rolle, ob er aus dem aktuellen Kader unserer „Zwoten“ oder unsere Altliga kommt. Auch unserem Trainerteam gebührt dickes Lob, denn wie dort aktuell mit dem verfügbaren Personal hin und her geschoben wird, um beide Teams konkurrenzfähig zu halten, ist aller Ehren wert. Dadurch ergibt sich diesmal der Vorteil, dass wir mit einem relativ großen Aufgebot unserer „Zwoten“ antreten und den Gegner wohl gut ärgern können.
Trotzdem bleibt die Favoritenrolle bei der TSG, die als gestandenes Kreisligateam mit Sicherheit die 3 Punkte nötiger benötigt als wir. Wir freuen uns über ein schönes Flutlichtspiel und auch auf das Wiedersehen mit Nick und Justin Wolny“.