Oh. diese Preussen! Einfach bewundernswert, einfach nur super, und fast wäre DIE Überraschung schlechthin gelungen: Bei Titelanwärter SG Großenwieden/Rohden musste sich Jan-Philipp Schneiders Verlegenheitsmannschaft erst in der Nachspielzeit mit 3:4 geschlagen geben. Dabei hat sie gar zweimal durch Kemal Khalil (24./1:2) und Ruben Dalby (61./2:3) geführt. Zum Start deutete alles daraufhin, dass die SG nach ihrem 11:0 in Bisperode nun auch gegen die Preussen ein weiteres Schützenfest feiern sollte. Doch Timo Pyddes frühes 1:0 (8.) glich Almunther Alahmad vom Punkt aus (22.). Zuvor hatte es den wohl entscheidenden Knacks im Spiel des Favoriten gegeben, als Bastian Glau glatt Rot sah (20.).
„Wenn man mir vor dem Spiel gesagt hätte, dass es am Ende 4:3 stehen wird, hätte ich das sofort unterschrieben,“freut sich Teamsprecher Steffen Pauder. „Unsere Einstellung war wie immer: Lange die Null halten und den Gegner ärgern
Aber was wir nach 90 Minuten
an Kampfeswillen und Einsatz gezeigt
haben, ist einfach nur aller Ehren wert. 

Ein jeder, der auf und neben dem Platz war, hat heute alles gegeben, um für eine Überraschung zu sorgen. Trotz des frühen Rückstands gaben wir nie auf und kamen nicht nur zum Ausgleich, sondern konnten sogar eine 1:2 Führung herausspielen. Am Ende ging es mit einem 2:2 in die Pause, und dort waren wir schon irgendwo die Gewinner.
In der 2. Halbzeit konnten wir wieder durch Ruben Dalby in Führung gehen, doch diese hielt nur bis zur 67. Minute. Großenwieden warf dann alles nach vorne, aber die vielbeinige Abwehr um Ruben Dalby und Steffen Pauder hielt stand. Doch der Fussball-Gott meinte es nicht gut mit uns, und Großenwieden kam in der 90. Minute noch zum 4:3 Endstand.
Trotz allem kann man einfach nur jedem danken, der heute da war und für uns gefightet hat und gerannt ist. Großes Lob ( wie immer) an unsere Altligaspieler, die Jungs der Zwoten, die heute eine Doppelschicht hatten und auch an unseren Torhüter Yannik Hauschild: Ohne ihn wäre die Niederlage wohl  höher ausgefallen“.

Torfolge: 1:0 (8.) Timo Pydde; 1:1 (22.) Almunther Alahmad; 1:2 (24.) Kemal Khalil; 2:2 (45.) Alexander Kindsvater; 2:3 (61.) Ruben Dalby; 3:3 (67.) Lennard Schottka: 4:3 (91.) Kevin Raudzes.

 

VORSCHAU
Nächste hohe Hürde für 07 / Großenwieden in der Favoritenrolle

Harte Wochen für die Kreisligaelf des FC Preussen: Am Sonntag, 15 Uhr, wartet auf sie das nächste Topteam – die SG Großenwieden/Rohden. Noch trennen beide in der Tabelle neun Punkte (Preussen 40 / SG 31), dennoch ist der Gastgeber grund der Entwicklung beim Noch-Rangersten Preussen haushoher Favorit.
Auch Teamsprecher Steffen Pauder sieht das realistisch: „Aufgrund unserer aktuellen Situation, ist es wohl berechtigt, dass wir dem Gegner die Favoritenrolle in die Schuhe schieben. Die SG hat jüngst bewiesen, dass sie eine große Rolle im Aufstiegskampf spielen möchte. Man muss erst einmal in Bisperode 11:0 gewinnen! Dadurch wissen wir auch, was auf uns zu kommen wird.  An unserer Herangehensweise wird sich aber nichts ändern. Wir wollen einfach so lange wie möglich die Null halten, Spaß haben und am Ende werden wir sehen, zu was es gereicht hat. Vielleicht können wir ja wieder überraschen.
Dadurch das wir am Sonntag mit beiden Mannschaften in Großenwieden spielen, wird sich erst kurzfristig, wie die Startelf aussieht. Sicher aber: Der eine oder andere wird wieder eine Doppelschicht machen müssen.“